Abschied von Moni

von | 23 Dez. 2021 | Alle

Mit dem Jahr 2021 endet auch eine Ära. Monika Wilhelm, von allen liebevoll Moni genannt, verlässt nach über 30 Jahren ihren Arbeitsplatz in der Luther-Kindertagesstätte, um ihren wohlverdienten Ruhestand anzutreten. Die gelernte Krippenerzieherin kam 1989 nach Bad Steben, begann ihren Dienst in der Kita 1990 und gehörte 2005 zu den ersten, die im Altlandkreis Naila in einer Krippengruppe arbeiteten. Kinder und Kolleginnen verabschiedeten sich nun von der beliebten Pädagogin mit vielen guten Wünschen, Gutscheinen, Präsenten und einem immerwährenden Kalender, der von vielen Wegbegleitern gestaltet wurde. Claudia Sommermann und Tanja Pültz moderierten den Abschied mit den Krippenkindern. Nach Kita-Schluss stießen auch Praktikantin Lea Kraft, die Kita-Leiterinnen Andrea Lang und Katrin Wegmann sowie Pfarrer Horst Bergmann und Andrea Bergmann mit Monika Wilhelm auf eine gesegnete Zeit im Ruhestand an und wünschten ihr alles Gute für die geplanten Vorhaben.  Als besondere Überraschung hatten sie einen Film im Gepäck.  Zahlreiche Weggefährtinnen ließen die Erlebnisse der vergangenen Jahre und Jahrzehnte Revue passieren und rührten Monika Wilhelm dabei nicht selten zu Tränen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich die frischgebackene Rentnerin in ihren neuen Lebensabschnitt.

Abschieds-Interview:

Vorab stand sie der Kita-Redaktion Rede und Antwort beim Abschieds-Interview:

  • Liebe Moni, warum hast du diesen Beruf gewählt?
    Als Älteste in einer Familie mit sieben Geschwistern, habe ich schnell gemerkt, dass mir die Arbeit mit Kindern Freude macht. Oft musste ich mich um die Jüngeren kümmern. Das habe ich erfolgreich getan, nur eine Schwester hält mir heute noch vor, dass es beim Kämmen der langen Haare zu arg geziept hat.
  • Was gefällt dir an der Arbeit in der Kita?
    Ich werde jeden Tag mit einem Lächeln begrüßt, erlebe, wie die Kleinen Entwicklungsfortschritte machen, freue mich mit ihnen, wenn die ersten Schritte klappen oder der Bausteinturm nicht einfällt.
  • Wann und wie bist du nach Bad Steben gekommen?
    Im November 1989 sind wir nach den Aufregungen der Grenzöffnung mit Trabi und vier Koffern in Bad Steben gelandet. Dort haben Verwandte uns aufgenommen und uns beim Neuanfang unterstützt.
  • Woran erinnerst du dich besonders gerne?
    An die alltäglichen Glücksmomente, die vielen Kindergeburtstage mit strahlenden Geburtstagskindern, Übernachtungsfeste mit stolzen
    Vorschulkindern, glückliche Sommerfestmomente, wenn der Auftritt geklappt hat, und auch an die Aktionen mit den
    Kolleginnen, die zum 50. und 60. Geburtstag mit ihren Auftritten bei meiner Feier beeindruckten.
  • Was isst du am liebsten?
    Kinderessen: Spaghetti mit Tomatensoße
  • Was war dein bestes Kostüm zum Verkleidungsfest?
    Die Eisprinzessin bei der ICE-AGE-Party mit meiner Kollegin Katrin in der Kinderkrippe. Dort haben wir getanzt, bis das Mittagessen geliefert wurde.
  • Was fällt dir ein zu „muschepupu“?
    Dieses Wort aus meiner Heimat Lauta wurde von den fränkischen Kolleginnen mit Begeisterung übernommen und beschreibt Situationen, in denen Lichter angezündet werden und es gemütlich wird.
  • Woran erinnerst du dich, wenn du zurückblickst?
    Daran, dass wir auf der Arbeit oft gelacht haben. An die vielen guten Begegnungen mit Kindern, Eltern und Kolleginnen.
  • Und sonst noch?
    Ich habe einmal die Backofen-Abdeckung so gut aufgeräumt, dass wir tagelang danach gesucht haben, bis sie wiedergefunden wurde. Das haben sich die Mitarbeiterinnen bis heute gemerkt. Ich erinnere mich an geheimnisvolle Geräusche beim Übernachtungsfest in Hermesgrün, die sich als „Spuk-Aktion“ eines Ehemannes herausstellten und daran, dass ich in Obersteben beim Kindergarten-Ausflug zum ersten Mal auf ein Pferd gestiegen bin. Ich weiß noch, dass es sich gut angefühlt hat. Und dann wären da noch die grünen Gurken, die ich am Vorabend der Laternenfeier im November eingekauft hatte. Praktischerweise ließ ich sie gleich im Auto, musste aber tags drauf feststellen, dass ich den Kindern nur gefrorene Gurken anbieten konnte.
  • Was hast du jetzt vor?
    Mein Mann und ich planen eine Deutschland-Reise zu allen meinen Geschwistern, die in der ganzen Republik verteilt wohnen. Vielleicht schaffe ich mir sogar ein E-Bike an, um danach den Frankenwald zu erkunden.
  • Was wünscht du dir?
    Ich möchte fit, lustig und spontan bleiben.
    Ich wünsche mir Gesundheit für mich, meine Familie und für alle anderen natürlich auch.