Sessel-Geschichten

von | 10 Jun. 2022 | Kindergarten

Ein bequemes Sofa oder ein behaglicher Sessel ist für Jung und Alt oft der Inbegriff eines gemütlichen Ruheortes. Zwischen weichen Kissen spüren wir ein Gefühl der Geborgenheit.

Was sich jedoch in einem solchen Sitzmöbel versteckt und wie viele Arbeitsschritte es zur Fertigung braucht, überlegen wir selten.
Die Bad Stebener Kindergartenkinder machten sich deshalb auf, das herauszufinden.

In kleinen Arbeitsgruppen durften sie zusammen mit Erzieherin Patricia Kamprath aus vielen unterschiedlichen Materialien einen Hocker zusammenbauen. Sie beobachteten genau wie die Schaumstoffsäge funktioniert und legten danach gemeinsam Hand an. Die Jungen und Mädchen schraubten fachmännisch den Holzrahmen zusammen und die Füße an der Unterseite fest. Sie bestückten den Sitzrahmen mit Holzfedern, brachten das Schaumstoffkissen und weiches Vlies auf. Am Ende wurde der Stoffbezug mit gemeinsamer Anstrengung überzogen. Sichtlich erstaunt über das gelungene Werk posierten die Kinder gerne vor ihrem Machwerk.

Im Nachgang brachten sie einen Bildermix vom Hockerbau in die richtige Reihenfolge und kreierten Muster für ihren Lieblingssessel.

Schließlich durften die jungen Nachwuchshandwerker auch dabei sein, als Raumausstatter-Meister Arnold Lang von der Polstermöbelfirma brühl ihnen bei seinem Besuch im Kindergarten das Innenleben eines Sessels zeigte. Sie erkannten dabei einzelne Materialien vom Hockerbau wieder und konnten diese sicher benennen. Groß war das Staunen über die Wandlungsfähigkeit des mitgebrachten roro-Sessels, eines ganz besonderen Möbelstücks. Diesen brachten die Jungen und Mädchen mit Hilfe des Handwerkers in immer neue Positionen, die sie umgehend auf Sitz- oder Liegetauglichkeit überprüften. Gebannt verfolgten sie die verschiedenen Umbauten, wechselten sich bei der Mitarbeit ab und testeten auch begeistert die Hüpfqualität.

Danach waren sie noch einmal handwerklich gefordert. Zusammen mit Arnold Lang bauten sie aus einer einfachen Kiste mit wenigen Zutaten einen „Kistensessel“. Auch hier schraubten, schleppten und überlegten sie im Verbund und freuten sich am Ende über das gelungene Ergebnis.